Im Wortgewimmel

Wir leben nicht in sprachlosen Zeiten. Seit das neunmalkluge Internet auch die hintersten Winkel des Planeten eingefangen hat, kann theoretisch jeder mit jedem zu jeder Zeit kommunizieren. Obgleich das gedruckte Wort an Bedeutung verliert, werden mehr Texte in die Welt gesetzt als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nichts bleibt verborgen – falls man es aufspüren kann im Gewimmel des Netzes.

Die Technik überschwemmt uns tagtäglich nicht nur mit einer Bilderflut, sondern auch mit einem hemmungslosen Geschwätz. Dreiste und dumme Behauptungen werden ebenso multipliziert wie die Worte der Weisen. Keiner von uns ist vor Wiederholungen, Irrtümern und Banalitäten gefeit. Aber man kann sich bemühen, im Meer der Beliebigkeit kleine Inseln der Individualität und Originalität zu schaffen.

Es kommt nicht darauf an, was man sagen will, sondern wie. Als Kulturjournalistin habe ich mich mein Leben lang bemüht, auch schwierige Dinge klar auszudrücken, das Einfache nicht zu verachten, Haltung zu zeigen und die Langeweile zu vermeiden. Schreiben, lesen, Texte verständlicher machen – das ist die Leistung, die ich anzubieten habe.

Artikel

Kunst

Wer bietet mehr? Die schicken People von der Kunstfront sind schon ganz erschöpft.
Die Macht des roten Mohns Der Mann aus dem Norden liebte die Blumen: „emporsprießend, blühend,
Die Kraft der Schatten Manchmal ist das Schicksal eines Künstlers so übermächtig, dass man erst einmal davon berichten muss.
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Literatur

Das Schicksal kann sich täuschen Sorry, ich habe den neuen Kehlmann erst gestern ausgelesen. Ein bisschen spät, ich weiß.
Liebe, Wahrheit, Freiheit und Krebssuppe Man könnte natürlich zum Eiffelturm fahren. Pardon, Madame, das ist nicht originell!
Weiße Feder gefunden Eigentlich traut man sich ja nicht, etwas Fieses über die Bücher von Paulo Coelho zu schreiben.
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Lebensart

Spieglein, Spieglein ... Hallo, Sie da, zeigen Sie sich mal! Die Zeiten der vornehmen Zurückhaltung sind passé.
Her mit der Glückstüte Irgendwann muss es ja geschehen sein. Ohne es zu bemerken,
Schluss mit hektisch So ein Samstag hat es in sich. Keiner muss ins Büro. Aber alle wissen, was sie zu tun haben:
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Reise

Ostfriesisch herb Jeder hat so seine eigene Vorstellung von einer Insel. Wer unter Palmen träumen will, blumenbekränzt, der wäre auf Juist ganz fehl am Platze.
Madam braucht keine Schuhe Nachtfrost droht. Da kann man ja schlecht barfuß laufen.
Ganz schön aufgetakelt Diese Sportler denken immer nur an das Eine. „Kann ich denn da laufen“,
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Glosse

Eher still Kürzlich beschwerte sich eine Leserin, dass wir an dieser Stelle immer nur über das Leben verheirateter Menschen zu berichten hätten.
Büroseufzer Sie ist so nett, unsere neue Technik. Sie lässt den Menschen nicht länger allein mit seinem Unvermögen.
Boutiquenzwang Es soll ja Frauen geben, die das Einkaufen hassen.
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Portrait

Das Mädchen und die Macker Werte Herren, entspannen Sie sich! Attacken auf Alice Schwarzer,
Auch die Kunst braucht einen Macher Er ist Schlossherr in Mochental. Dort, auf dem grünen Hügel bei Ehingen,
Immer nur lächeln Man kann die Geschichte des Hoteliers Hermann Bareiss nicht erzählen
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